
Sie wurde ab ca. 312 v.Chr. vom römischen Zensor Appius Claudius erbaut und sollte strategischen, kommunikativen und kommerziellen Zwecken dienen sowie den Römern beim Ausbauihres Imperiums helfen. Aus ihr wurde, und das blieb sie bis heute, die Königin aller Strassen: die Via Appia Antica. Auf und entlang dieser berühmten Strasse folgen wir den großartigen Spuren, die römischer Erfindungsgeist und ein unvergleichliches architektonisches Können bis in unsere Tage hinterlassen haben und die Goethe während seiner Italienreise zu begeisterten Schriften veranlasst haben. Sie erleben einen Teil Italiens, der von Touristenströmen nicht erfasst wurde, sobald man Rom erst hinter sich gelassen hat. Der Gast wird vom Wechsel der Landschaft und den unvergleichlichen Monumenten fasziniert. Man muss kein Archäologe sein, um diese Reise genießen zu können, denn sie verbindet Antike und Moderne, Kultur und Gaumenfreuden des südlichen Italiens, Bekanntes und Unbekanntes.
Reiseverlauf (06. bis 12. Oktober 2008)
1.Tag: Anreise - die Castelli Romani
Abholung am Flughafen in Rom/Alternativ Busfahrt. Fahrt zum Hotel in die Albaner Berge, zum Nemisee. Je nach Anreisezeit Gelegenheit eine Fahrt nach Frascati, Castel Gandolfo oder Albano zu unternehmen. Abendessen im Hotel mit Spezialitäten der Region Lazio.
2. Tag: Roma Eterna
Der Vormittag ist Ostia Antica gewidmet, der einstigen großartigen Hafenstadt, die ca. 400 v.Chr. entstand, deren Ursprünge aber immer noch nicht geklärt sind. Hier ist noch heute das damalige römische Leben gut nachvollziehbar und wohl kein Besucher bleibt unberührt von den Monumentalbauten. Danach haben Sie Zeit zur Entspannung bei einem kleinen Mittagessen.
Am Nachmittag werden Sie dann die Anfänge der berühmten Strasse ab Rom, ausgehend von der Porta Sebastiano, mit fachkundiger Führung kennen lernen. Im Parco Appia Antica, der von der 1. bis zur 8. römischen Meile (ca. 12 km) verläuft, werden Sie auf dieser Strecke, wo die Appia Antica am besten in ihrer ganzen Schönheit zu bewundern ist, eine Vielzahl sehr gut erhaltener Bauten besuchen, wie das Grabmal der Cecilia Metella, die Katakomben des Callixtus, das Grabmal des Romulus, um nur einige wenige zu nennen. Es braucht nur sehr wenig Phantasie, sich auf dieser Strasse in die glanzvollen römischen Zeiten zurück zu versetzen.
Nach diesem Tag mit vielen neuen Impressionen kehren Sie in die Albaner Berge zurück. Am Abend erwartet Sie ein Highlight hinsichtlich des Abendessens – mehr sei dazu nicht verraten!
3. Tag: Wo das Unerwartete Sie erwartet
Zu den heute unbekannten Teilen entlang der ursprünglichen Via Appia Antica gehört auch das Städtchen Cori mit seinem Herkulestempel aus dem 1. Jh. v. Chr., das sich malerisch an die Berge der Monti Lepini schmiegt. Hier kurzer Aufenthalt, bevor Sie dann, wieder in der Pontinischen Ebene den Zaubergarten von Ninfa betreten (abhängig von der Zahl der TN und des Tages). Tausende von verschiedenen Pflanzen wachsen hier zwischen den Ruinen der jahrhundertealten Bauten der Familie Gaetani und vermitteln den Eindruck einer unendlichen Ruhe. Das Zusammenspiel der Farben und Düfte bietet eine wahre Oase für die Sinne. Nach der Besichtigung folgen wir einer sich nach oben windenden Straße hinauf nach Norma. Hier nehmen Sie einen Mittagsimbiss ein. Am frühen Nachmittag werden Sie beeindruckende Impressionen bei einer Führung durch die antike Vorgängerin von Norma gewinnen, die hoch über der Pontinischen Ebene thront und bereits rund 500 Jahre v. Chr. latinische Kolonie war. Dieses Ausgrabungsgebiet ist nahezu unbekannt und wird den Besucher in Staunen versetzen. Nach diesen Ausflügen in antike Zeiten soll Sinnenfreude nicht zu kurz kommen: es erwartet Sie ein Besuch im Schokolade-Museum – Naschen natürlich auch inklusive! Den Tag beschließt die Weiterfahrt nach Terracina, wo Sie Ihr nächstes Hotel beziehen werden. Abendessen im Hotel.
4. Tag: Wunderwerke der Menschen und der Natur
Anxur – diesen Namen gaben die Volsker der Stadt Terracina bereits 500 v.Chr. Sie bildete einen wichtigen Verkehrsknotenpunkt und trennte die Pontinische Ebene von derjenigen von Fondi durch das Gebirge der Monti Ausoni, die hier bis an die Küste reichen und der Stadt eine phantastische Kulisse geben. Auf dem Terracina beherrschenden Berg des Monte S. Angelo beginnt an diesem Morgen unsere Besichtigung. Hier befindet sich das Heiligtum des Jupiter Anxur, ein gewaltiges Bauwerk mit wundervollem Blick über die Stadt, das an der ursprünglichen Appia Antica lag, die über diesen Berg führte. Nach der geführten Besichtigung geht es hinab in das antike Viertel von Terracina. Die Fülle der Kulturgüter ist überwältigend, beginnend im Dom mit seinen kosmatischen Kunstwerken, den Resten der Appia Antica, die hier noch erhalten über die Piazza verläuft, den Tempelresten und dem römischen Theater. Allerdings nicht für zarte Gemüter geeignet, die sich italienische Kulturgüter nur auf dem Silbertablett ansehen möchten, denn hier wurden Häuser in die Tempel integriert und erst langsam werden diese Schätze wieder gepflegt. Der Mittagsimbiss ist verknüpft mit einer Verkostung des Mozzarella, gewonnen aus Büffelmilch, der Spezialität dieser Gegend., der Nachmittag steht zur freien Verfügung. Shopping, Relax, Spaziergänge am Meer… Sie haben die Wahl. Abendessen im Hotel.
5. Tag: Aha-Erlebnisse!
Am Morgen fahren Sie nach Sperlonga. Nach einem kleinen Aufenthalt in diesem malerischen Küstenort mit seinem wunderbaren mittelalterlichen Ortskern ist es nicht weit zu einem der archäologisch beeindruckendsten Villen der Römerzeit: die Villa des Tiberius und die dazugehörige Grotte. Im Museum finden sich die gigantischen Fundstücke der Skulpturen, die die Grotte schmückten. Dazu entsprechende Nachbildungen, die uns eine klare Vorstellung der vollständigen Marmorskulpturen liefern. Das Mittagessen haben Sie zur freien Auswahl (kann jedoch auch organisiert werden).
Danach führt uns die Appia Antica hinauf nach Itri und Fondi. Die Landschaft verblüfft, karge Abhänge der Monti Aurunci, die an die Monti Ausoni angrenzen, Terrassen, geschaffen für die Olivenbäume, ein paar Schafe hie und da - ein anderes Italien!
In der Einsamkeit dieser Berge treffen Sie auf ein ca. 3,5 km langes Originalstück der Via Appia. Sie werden auf diesem Stück den ausgefahrenen Radspuren der hier entlang ziehenden Römern folgen und unschwer Jahrtausende zurück versetzt werden. (Wanderung über diese Strecke, leichter Anstieg, aber ohne große Anstrengungen).
Über eine eindrucksvolle Landschaft, die wohl jedem im Gedächtnis bleibt, geht es zurück nach Terracina, jedoch nicht ohne einen kleinen Aufenthalt in Fondi mit seinem Castello dei Gaetani. Abendessen mit Spezialitäten der Region im Hotel.
6. Tag: 150 Bogen und römisches Theater
150 Bogen eines Aquädukts künden die Nähe von Minturno an diesem Morgen an. Leider nicht konserviert, aber nicht minder beeindruckend das gewaltige Werk, das in dieser Ebene zwischen der römischen Republik und der Kaiserzeit geschaffen wurde. Ein sehr gut erhaltenes römisches Theater und ein Abschnitt der Appia Antica erzählen vom damaligen Leben, bevor Sie in unsere heutige Zeit zurückkehren und in Gaeta mit regionalen Spezialitäten verwöhnt werden. Am Nachmittag haben Sie noch Zeit für einen Bummel durch diese malerische Stadt. Abendessen im Hotel.
7. Tag: Ciao Appia Antica
Transfer nach Rom zum Flughafen.
Möglichkeit zur Verlängerung des Aufenthalts in Rom.
Min. Teilnehmerzahl 6
Max. Teilnehmerzahl 16
Leistungen
* 6 x HP in sehr guten 3-4***/****-Hotels
* Ständige wissenschaftliche Begleitung und Reiseleitung (deutsch)
* Mittagessen / Verkostungen
* Eintritte u. Getränke extra, Transfers vor Ort enthalten
* Reiserücktrittsversicherung
Veranstalter: Ulla Kastner Spezialreiseagentur
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